Eröffnung der Ausstellung im Foyer der Kreisverwaltung | Foto: Amanda Hasenfusz

Eröffnung der Ausstellung im Foyer der Kreisverwaltung | Foto: Amanda Hasenfusz

Salzwedel (me) | Im Foyer der Kreisverwaltung ist gestern eine Wanderausstellung zum Thema Alphabetisierung eröffnet worden. Sie wird dort zwei Wochen lang zu sehen sein und soll darauf aufmerksam machen, dass 7,5 Millionen Menschen in Deutschland funktionale Analphabeten sind. Das bedeutet, sie erkennen nur einzelne Buchstaben und können ihren Namen und wenige Worte schreiben, einen längeren Text zu lesen und zu verstehen, ist ihnen aber nur schwer oder gänzlich unmöglich. Ein eigenverantwortliches Leben bleibt Betroffenen daher oftmals verwehrt, hieß es bei der Eröffnung.
Die Ausstellung erzählt die anonyme Geschichte des Herrn M.. Er ist von funktionalem Analphabetismus betroffenen. Es geht um seine Problemen im Alltag bis hin zu der persönlichen Entscheidung, an seinem Handicap etwas zu ändern. Außerdem finden Besucher auf acht großen und von beiden Seiten bedruckten Tafeln Hinweise zu Hilfsangeboten und Ansprechpartnern.
Innerhalb der Verwaltung des Kreises wurden in der vergangenen Woche Mitarbeiter zu diesem Thema sensibilisiert, informiert Amanda Hasenfusz vom Presseteam des Altmarkkreises. Zudem gebe es im Jobcenter des Kreises seit knapp drei Jahren eine erfolgreiche Maßnahme für betroffene Bürger unter dem Titel „Grundbildung im ländlichen Raum“. „Die Kreisvolkshochschule nimmt sich dieses Themas zukünftig ebenfalls an. Entsprechende Angebote werden gerade aufgelegt“, erklärt Hasenfusz.

Vom Land gefördert

Das Land fördert die Alphabetisierungsarbeit über die Erwachsenenbildung mit dem Ziel, Betroffene zu ermutigen, in Kursen Lesen und Schreiben zu lernen. Zudem soll Öffentlichkeit für diese Problematik zu sensibilisiert werden. Dafür stehen zwischen 2015 bis 2020 insgesamt sieben Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Quelle: Volksstimme, Kreisseite Altmarkkreis Salzwedel vom 28.09.2018

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